Ich sitze schon wieder im Flugzeug in Richtung Los Angeles. Die Sonne nehme ich mit nach L.A. und anschliessend hoffentlich auch in die Schweiz, aber den Regen den lasse ich in Oahu damit dort auch alles so schön grün bleibt…
Der Abstecher nach Hawaii hat sich definitiv gelohnt, zum einen habe ich viele neue Leute aus der ganzen Welt kennen gelernt, zum anderen ist Hawaii einfach ein Ort den man gesehen haben muss. Zehn Tage sind dafür zu kurz, wenn ich nicht schon den Rückflug umgebucht hätte und mein Visum nicht verlangt, dass ich das Land verlasse, wäre ich wohl noch ein bisschen dort geblieben. Dafür bin ich bald wieder zurück in der Schweiz…
Die Tage in Hawaii vergingen schnell – zu schnell, aber ich hatte doch noch einiges unternommen. Neben den Wasserfällen, wanderte ich auch noch auf den Diamond Head, wo ich ich die Aussicht auf Waikiki und Honolulu genoss. Ich war froh um meine Turnschuhe, da es über Stock und Stein ging, der Aufstieg war aber auch mit Highheels möglich, wie vielleicht auf dem einen Bild unschwer zu erkennen ist. Hut ab, aber ich hätte nicht tauschen wollen… Zur Erholung unserer Wanderung verbrachten wir die Zeit am Strand wo uns auch ein Seehund Gesellschaft leistete. Mit einem schönen Sonnenuntergang waren wir auch bald wieder im Hostel zurück.
Mit Dilek und Michelle, ging es am nächsten Tag rund um die Insel und wir stoppen wo es uns gefiel. Chinaman Hut, Kualoa Ranch, Turtle Beach, Dole Plantation und zurück nach Waikiki. Trotz des Namens Turtle Beach, gab es auch dort keine Schildkröten zu sehen. So zog es uns wieder weiter und wie es der Zufall so wollte, trafen wir im Bus wieder auf Dilek die von ihrer Filmset Tour auf der Ranch zurück kam. In der Ananas Plantage von Dole kosteten wir noch ein paar frische Ananas und warteten auf den nächsten Bus, da leider schon alles geschlossen hatte (Labyrinth, Pinapple Express, Demonstration,…). Dafür trafen wir im Bus auf George Clooney II … Auch wenn wir fast erfroren wären, denn die Busse in Hawaii vergessen wohl teilweise dass sie als Fortbewegungsmittel dienen und nicht als Kühlschrank, war uns doch ein wenig warm ums Herz…
Am Tag darauf packte ich Ball, Schnorchel und Maske in meinen Rucksack und mit zwei Holländern und einem Österreicher ging es ab zur Hanauma Bay. Schnorcheln stand auf dem heutigen Programm. Nach einer kurzen Instruktion und einem Sicherheits- und Infofilm, ging es schon bald ins Wasser. Leider hatte ich keine Flossen, aber der zur Hälfte mit Luft gefüllte Ball, erleichterte mir das Leben enorm. Es war spannend was es alles unter dem Wasser zu entdecken gab und wo einem die Wellen so alles hintrieben… Für einen kurzen Moment kam ich mir sehr verloren vor, da ich in Mitten eines Riffs gestrandet war. Die Wellen hatten mich irgendwie dahin geschwemmt und für einen kurzen Augenblick wusste ich nicht so recht wie ich da wieder raus kam. Wo man reinkommt, kommt man auch wieder raus und so konnte ich mich glücklicherweise «befreien», auch wenn mein Bein ein paar Schürfwunden davon getragen hatte. Schnorchel ist also nicht ganz ungefährlich und Flossen sind wären empfehlenswert vielleicht sogar in der Kombination mit einem Ball oder Luftkissen.
Obwohl es dort auch Schildkröten geben soll und alle anderen eine oder mehrere gesehen hatten, musste ich mich mit Fischen zufrieden geben…
Die letzten zwei Tage verbracht ich mit Anja (einer Deutschen, die ich im Hostel kennen gelernt hatte) am North Shore. Dieser Teil der Insel ist bekannt als Surfer Paradies, da es dort recht hohe Wellen gibt. Gewohnt hatten wir im Backpackers, das aus verschiedenen Hütten/Häusern bestand so dass es wie eine kleines Camp war. Draussen schlichen Hühner, Katzen und Hähne umher und gaben so der ganzen Umgebung einen ländlichen Touch. Über die Sauberkeit lässt sich hier streiten (vor allem im Badezimmer), doch für ein paar Tage hält man es dort gut aus (es gibt auch nicht wirklich Alternativen in dieser Preisklasse).
Viele knackige Surferleute tummelten sich am Strand und warteten auf die grossen Wellen, so wenigsten am Mittwoch, denn am Donnerstag war das Meer zu ungemütlich und gefährlich, dass alle Strände geschlossen hatten. Mit dem Fahrrad erkundigten wir diesen Inselteil, kauften frische Früchte an einem Obststand an der Strasse, liessen uns thailändisches Essen schmecken und genossen den Abend mit den anderen vom Hostel beim BBQ.
Da das Wetter und Wasserbedingungen am Donnerstag nicht so Strandtauglich waren, bildeten Anja und ich uns kulturell weiter und besuchten das Polynesian Cultural Center. Da die Busse leider nicht so hoch frequentiert sind und wir nochmals in Hostel zurückkehren mussten, versuchten wir unser Glück mit Autostopp. Prompt nahm uns jemand mit und setzte uns direkt vor dem Eingang ab, wo wir auf zwei andere vom Hostel sitiessen, die allerdings dann andere Wege einschlugen. Im Kulturzentrum erhielten wir den Einblick in die verschiedenen Kulturen der Polonesen.
Dann hiess auch schon wieder Abschied nehmen… Doch in Los Angeles soll es auch wieder wärmer geworden sein und so werde ich die letzten Tage noch dort geniessen, sogar mit Auto!