Rückreise

Nach einer Stunde Schlaf wurde ich um 4.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Eine letzte Umarmung und schon war ich am Flughafen. Der Shuttle von der Autovermietung wollte schon fast ohne mich abfahren, aber in letzter Sekunde durfte ich doch noch einsteigen.
Mein übergewichtiger Koffer wurde für 100$ auch eingecheckt und so begab ich zum Gate. Durch die Lautsprecher ertönte dann mal einen Aufruf für den Flug nach Las Vegas, die mitunter einen Passagier mit Namen Weber vermissten. Da ich nach Philadelphia flog hatte ich den Aufruf mehr oder weniger ignoriert…
Irgendwann stellte ich fest, dass dieser Aufruf doch für mich galt und mein Flug einen Zwischenstopp in Las Vegas einlegen wird… Man merke sich also besser die Flugnummer und nicht die Destination…

In Philadelphia die fröhliche Botschaft: der Flieger nach München (mein Flieger) wurde gestrichen. Also auf zum nächsten US Airways Schalter. Neu durfte ich über London nach Hause fliegen und mich auf eine Wartezeit von sechs Stunden freuen. Am Flughafen traf ich auf ein paar Deutsche die von Las Vegas zurück kamen und auch in der Maschine nach München gesässen wären. Mit Pokern versuchten wir die Zeit wie im Flug vergehen zu lassen. Leider verliessen mich die vier schon zwei Stunden vor meinem Boarding, worauf ich die restliche Zeit mit Karten schreiben und essen verbrachte. Jetzt sitze ich in London und warte auf meinen Rückflug nach Zürich (Flugnummer habe ich mir gemerkt und jetzt warte ich nur noch bis das Gate bekannt wird). Bis bald.

Zurück von Hawaii, holte ich mein Auto bei der Automiete-Station ab. Wow, für den Preis durfte ich mich beklagen. Ein weisser Pontiag GT gehörte für die nächsten Tage mir. Auch wenn ich grundsätzlich mit vier Rädern die mich von Punkt A zu B bringen zufrieden bin, hatte es grossen Spass gemacht die Strassen von L.A. mit diesem Flitzer unsicher zu machen.
Wo ich übernachten werde, das wusste ich zum Zeitpunkt meiner Ankunft noch nicht. Eine sichere Option für eine Nacht hatte ich bei Erik, der meine Koffer gehütet hatte. Schlussendlich durfte ich doch bei Daniel einem Lehrer unserer Schule übernachten und dort hatte ich ein Kopf über dem Dach für die restliche Zeit in L.A.

Im Swiss Edelweisschalet verbrachten wir mit vielen Leuten der Schule einen netten Abend bei Fondue und köstlichem (teuren) Wein, ein weiteres Konzert der Brothers Landau stand auf dem Programm und den Abschluss krönte ein Korean-BBQ mit anschliessender Karaoke.
Zeit zum Abschied nehmen und Koffer zu packen. Erstaunlicherweise hatte ich sogar alles in meinen Koffer gebracht, auch wenn er viel zu schwer war..

Ich sitze schon wieder im Flugzeug in Richtung Los Angeles. Die Sonne nehme ich mit nach L.A. und anschliessend hoffentlich auch in die Schweiz, aber den Regen den lasse ich in Oahu damit dort auch alles so schön grün bleibt…
Der Abstecher nach Hawaii hat sich definitiv gelohnt, zum einen habe ich viele neue Leute aus der ganzen Welt kennen gelernt, zum anderen ist Hawaii einfach ein Ort den man gesehen haben muss. Zehn Tage sind dafür zu kurz, wenn ich nicht schon den Rückflug umgebucht hätte und mein Visum nicht verlangt, dass ich das Land verlasse, wäre ich wohl noch ein bisschen dort geblieben. Dafür bin ich bald wieder zurück in der Schweiz…

Die Tage in Hawaii vergingen schnell – zu schnell, aber ich hatte doch noch einiges unternommen. Neben den Wasserfällen, wanderte ich auch noch auf den Diamond Head, wo ich ich die Aussicht auf Waikiki und Honolulu genoss. Ich war froh um meine Turnschuhe, da es über Stock und Stein ging, der Aufstieg war aber auch mit Highheels möglich, wie vielleicht auf dem einen Bild unschwer zu erkennen ist. Hut ab, aber ich hätte nicht tauschen wollen… Zur Erholung unserer Wanderung verbrachten wir die Zeit am Strand wo uns auch ein Seehund Gesellschaft leistete. Mit einem schönen Sonnenuntergang waren wir auch bald wieder im Hostel zurück.
Mit Dilek und Michelle, ging es am nächsten Tag rund um die Insel und wir stoppen wo es uns gefiel. Chinaman Hut, Kualoa Ranch, Turtle Beach, Dole Plantation und zurück nach Waikiki. Trotz des Namens Turtle Beach, gab es auch dort keine Schildkröten zu sehen. So zog es uns wieder weiter und wie es der Zufall so wollte, trafen wir im Bus wieder auf Dilek die von ihrer Filmset Tour auf der Ranch zurück kam. In der Ananas Plantage von Dole kosteten wir noch ein paar frische Ananas und warteten auf den nächsten Bus, da leider schon alles geschlossen hatte (Labyrinth, Pinapple Express, Demonstration,…). Dafür trafen wir im Bus auf George Clooney II … Auch wenn wir fast erfroren wären, denn die Busse in Hawaii vergessen wohl teilweise dass sie als Fortbewegungsmittel dienen und nicht als Kühlschrank, war uns doch ein wenig warm ums Herz…
Am Tag darauf packte ich Ball, Schnorchel und Maske in meinen Rucksack und mit zwei Holländern und einem Österreicher ging es ab zur Hanauma Bay. Schnorcheln stand auf dem heutigen Programm. Nach einer kurzen Instruktion und einem Sicherheits- und Infofilm, ging es schon bald ins Wasser. Leider hatte ich keine Flossen, aber der zur Hälfte mit Luft gefüllte Ball, erleichterte mir das Leben enorm. Es war spannend was es alles unter dem Wasser zu entdecken gab und wo einem die Wellen so alles hintrieben… Für einen kurzen Moment kam ich mir sehr verloren vor, da ich in Mitten eines Riffs gestrandet war. Die Wellen hatten mich irgendwie dahin geschwemmt und für einen kurzen Augenblick wusste ich nicht so recht wie ich da wieder raus kam. Wo man reinkommt, kommt man auch wieder raus und so konnte ich mich glücklicherweise «befreien», auch wenn mein Bein ein paar Schürfwunden davon getragen hatte. Schnorchel ist also nicht ganz ungefährlich und Flossen sind wären empfehlenswert vielleicht sogar in der Kombination mit einem Ball oder Luftkissen.
Obwohl es dort auch Schildkröten geben soll und alle anderen eine oder mehrere gesehen hatten, musste ich mich mit Fischen zufrieden geben…

Die letzten zwei Tage verbracht ich mit Anja (einer Deutschen, die ich im Hostel kennen gelernt hatte) am North Shore. Dieser Teil der Insel ist bekannt als Surfer Paradies, da es dort recht hohe Wellen gibt. Gewohnt hatten wir im Backpackers, das aus verschiedenen Hütten/Häusern bestand so dass es wie eine kleines Camp war. Draussen schlichen Hühner, Katzen und Hähne umher und gaben so der ganzen Umgebung einen ländlichen Touch. Über die Sauberkeit lässt sich hier streiten (vor allem im Badezimmer), doch für ein paar Tage hält man es dort gut aus (es gibt auch nicht wirklich Alternativen in dieser Preisklasse).
Viele knackige Surferleute tummelten sich am Strand und warteten auf die grossen Wellen, so wenigsten am Mittwoch, denn am Donnerstag war das Meer zu ungemütlich und gefährlich, dass alle Strände geschlossen hatten. Mit dem Fahrrad erkundigten wir diesen Inselteil, kauften frische Früchte an einem Obststand an der Strasse, liessen uns thailändisches Essen schmecken und genossen den Abend mit den anderen vom Hostel beim BBQ.
Da das Wetter und Wasserbedingungen am Donnerstag nicht so Strandtauglich waren, bildeten Anja und ich uns kulturell weiter und besuchten das Polynesian Cultural Center. Da die Busse leider nicht so hoch frequentiert sind und wir nochmals in Hostel zurückkehren mussten, versuchten wir unser Glück mit Autostopp. Prompt nahm uns jemand mit und setzte uns direkt vor dem Eingang ab, wo wir auf zwei andere vom Hostel sitiessen, die allerdings dann andere Wege einschlugen. Im Kulturzentrum erhielten wir den Einblick in die verschiedenen Kulturen der Polonesen.

Dann hiess auch schon wieder Abschied nehmen… Doch in Los Angeles soll es auch wieder wärmer geworden sein und so werde ich die letzten Tage noch dort geniessen, sogar mit Auto!

Fotos Hawaii

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber auch ich habe es geschafft mal einige Fotos online zu stellen. Picasa ist jetzt auch endlich für Mac erhältlich…

Hawaii

Alle meine Sachen hatte ich irgendwie in meine Koffer gepackt und in einer Tasche meine Utensilien für die nächsten zehn Tage. Schon um fünf Uhr früh klingelte mein Wecker und ich hüpfte aus den Federn. Nochmals kontrollieren ob ich nichts in der Wohnung vergessen hatte, Schlüsel deponieren und dann ging es ab zum Flughafen. An der Tankstalle unterwegs wollte ich noch volltanken aber ich kriegten den Tank nicht auf. Auch andere Personen scheiterten (es lag also nicht an mir!). So brach ich den Wagen ungetankt zurück. Keine Ahnung was mir die noch berechnen, aber ich war rechtzeitig auf dem Flughafen und checkte mein Gepäck ein. Mit Delta flug ich dann nach Hawaii. Nach fünf Stunden, die ich mir mit gamen, Filmen und schlafen verbracht hatte landete ich im Paradies. Warm, schön und einfach herrlich…

Im Seaside Hostel wurde ich ganz freundlich empfangen und kundete dann gleich mal Waikiki aus. Ein Traum, das Wasser ist angenehm war und der Strand zwar überfüllt aber es git auch noch andere Plätze…
Gestern war ich dann beim Manora Wasserfall und das war so schön, auch wenn es geregnet hatte, aber in Hawaii macht das einfach nichts…

Muss jetzt los, gehe zum Diamont Head (Krater). Melder mich wieder… Bis bald..

Hoffe alle sind gut im neuen Jahr gelandet, ich habe es ein wenig verspätet auch noch ins 2009 geschafft (Zeitverschiebung).
An Silvester erwartete mich die erste Überraschung. Ein netter Brief der mich fünfzig Dollar kosten sollte wurde auf meiner Windschutzscheibe platziert. Dabei hatte ich die Signale doch zweimal gelesen und der Randstein war auch nicht rot eingefärbt, wieso erhielt ich dann doch eine Parkbusse (übrigens meine erste). Da stand ein Hydrant und den hatte ich nicht gesehen oder ich hatte ihn schlicht weg nicht realisiert oder gwusste das man da nicht parkieren darf *nerv*, aber vielleicht komme ich noch davon weg, weil es ja nicht rot war (probieren geht über studieren).
Die Fahrt nach Las Vegas war nicht speziell. Ein paar Stopps und dann erreichten wir das Lichtermeer von der unrealsten Stadt. Christian und ich schmeisten uns in Schale und traffen so die anderen unserer Schule. Da wir dann doch zu overdressed waren wechselten wir die Kleider und packten uns warm ein. So begaben wir uns in die Menschenmenge. Den Strip hatten sie extra gesperrt für die Autos (weil Sicherheit in Amerika immer erste Priorität hat, war eine Art Notfallstreifen frei, der gefüllt mit Polizeiautos und Polizisten war) und so war ein bisschen mehr Platz uns zu bewegen, aber Las Vegas war einfach völlig überfüllt. Der Countdown in der Menschenmenge war schon noch speziell, aber ein grossen Feuerwerk suchten wir vergeblich. Dabei dachte ich in Las Vegas spielt Geld keine Rolle…
Mit Bier wurde aufs neue Jahr angestossen (denn unseren Champagner hatte die Polizisten uns weggenommen weil die Flasche aus Glas war). Wir zogen noch ein bisschen durch die Strassen und landeten irgendwann dann auch mal im Bett.
Am nächsten Tag ging es zum Gun Store. Eine Unterschrift genügte und schon bekam man das Magazin für die gewählte «Knarre». Mein Ziel war eine Karikatur von Osama Bin Laden und so übte ich meine Treffsicherheit. Irgendwie war es schon ein komisches Gefühl mit einer Waffe zu schiessen mit der man wirklich jemanden umbringen könnte, aber war auf jeden Fall eine gute Erfahrung… Nach ein paar gratis Shows und dem Besichtigen weiterer Hotels und Casinos waren wir müde und es ging ins Bett.

Unser nächstes Ziel war Palm Springs. Ein niedliches Städtchen in dem aber leider nicht sehr viel los ist. Nachdem wir ein Hotel gefunden hatten erkundeten wir die Stadt zu Fuss und planten unseren nächsten Tag – Joshua Tree Park. Ein schöner Nationalpark der riesig ist. Bewaffnet mit Kamera fuhren wir durch die einmalige Landschaft und knipsten einige Fotos (meist vom Auto aus…).

Ach ja, Fotos mein Lieblingsthema. Ich weiss ihr alle wollt Fotos sehen und weil ich noch immer keine hochgeladen haben, dürft ihr euch die von Christian anschauen:
Fotogallerie von Christian

Guten Rutsch

Habe gerade mal wieder meine Lieblingsbeschäftung beendet – packen. Denn Morgen fahren wir nach Las Vegas (einmal mehr). Dort soll anscheinend die Hölle los sein. Wir werden sehen, jedenfalls sind ganz viele Leute dort die wir kennen und somit wir es bestimmt ein grosses Fest werden. Wünsche euch allen einen guten Rutsch, denn mein CH-Handy ist noch immer im Koma und darum habe ich auch nicht alle Nummern und werde wohl überhaupt nicht fleissig sein mit SMS schreiben…

Ansonsten hatte ich in den letzten Tagen vorallem meine Kreditkarte gequält und war fleissig shoppen. Die haben hier wieder Sale… *gefährlich*

Wie die LA. Kings auf dem Eis kämpfen weiss ich jetzt auch, aber das Hockey-Spiel war ein bisschen lasch und die Stimmung überzeugte mich gar nicht, da ist es in der Schweiz besser auch wenn das Stadium nicht so gross ist. Danach testeten wir eine gefälschte Schweizer Bar aus. Weiss Kreuz auf rotem Grund, das muss wohl was schweizerisches sein, doch der Schein trügt. Mit Good Hurts war da wohl eher das rote Kreuz gemeint und nach erster Hilfe verlangt…

Bis im neunen Jahr :)

Drei Wochen Praktikum sind vorbei und es war super. Und jetzt ist Weihnachten und ich bin noch immer hier… Eigentlich wäre ich ja seit am 23. Dezember schon wieder in der kalten Schweiz, aber als mir am Freitag bewusst wurde, dass ich schon am Montag nach Hause fliegen sollte, hatte ich doch einen kleinen Schock. Irgendwie war ich überhaupt noch nicht in der Stimmung nach Hause zu fliegen, vorallem weil ich mir eigentlich schon vorgenommen hatte meine Weihnachtsshoppintour auf nach Weihnachten zu verschieben und Hawaii war ja auch noch geplant… So rief ich dann am Freitag die Fluggesellschaft an um meinen Flug zu verschieben. Nach einer Stunde warten, hatte ich dann endlich jemandem am Telefon. Sie sprach sogar deutsch und ich konnte auch ohne Flug- und Confirmation Nummer meinen Flug umbuchen (hatte alle Unterlagen zu Hause)… Zuerst schien alles kein Problem zu sein, dann der Schock! «Mit ihren Ticket kann man keinen Flug umbuchen.» Mein Herz stand dann gerade mal für eine kurze Zeit still, denn ich hatte das mit meinem Reisebüro so abgemacht, dass ich den Flug allenfalls verschieben könnte… Nachdem ich meinen ganzen Charme eingesetzt hatte, nein, die Erklärung der Abmachung hatte genügt, fragte die Telefondame nochmals nach und jetzt fliege ich erst im Januar zurück… Verpasse in der Schweiz ja nicht viel und gross vermisst werde ich auch nicht…

Hier meine neunen Flugangaben:
7:05 AM 20 Jan 2009, Los Angeles, CA
4:33 PM 20 Jan 2009, Philadelphia, PA
Flight: 1748 US Airways

6:35 PM 20 Jan 2009, Philadelphia, PA
8:45 AM Arrives Next Day 21 Jan 2009, Munich, Germany
Flight: 706

11:40 AM 21 Jan 2009, Munich, Germany
12:35 PM 21 Jan 2009, Zurich, Switzerland
Flight: 5656

Wieso dass ich jetzt über München fliege weiss ich auch nicht, aber ich war so froh, dass ich den Flug verschieben konnte, dass ich gar nicht nachgefragt habe…

Am 5. Januar fliege ich nach Hawaii und werde dort noch elf Tage geniessen, dann komme ich nochmals nach Los Angeles zurück, bevor es def. wieder in die Schweiz zurück geht…

Vor einer Woche war ich wieder an einer Filmpremiere, Marley & Me und dies hatte sich auch wirklich gelohnt. Durften auf die VIP Bühne und anschliessend konnten wir den Film schauen, natürlich alles gratis mit Popcorn und Getränk. Da ich meist bis sechs oder sieben Uhr gearbeitet hatte, verpasste ich leider die Premiere von Seven Pounds mit Will Smith, die war dann noch besser wie ich gehört hatte…
Neben verschiedenen Hausparties und Abschiedsparties war ich mal wieder im Six Flags Magic Mountain und vergnügte mich auf den Achterbahnen…

Jetzt ist Weihnachten und ich bin ganz alleine. Hatte mir gestern was leckeres gekocht und mir einen Film angeschaut und heute hatte ich mich den ganzen tag unter der Bettdecke vergraben, da dass Wetter im Moment richtig dazu einlädt… Morgen ist das grosse Shoppingtour angesagt, der Dollarkurs macht richtig Shoppiinglaune… ;)

Linsenstory

Man sagt ja, die Schweizer seien kompliziert, aber nach dieser Story übergebe ich dieses Zertifikat gerne den Amerikanern…
Vor meiner Reise hatte ich extra noch je ein Pack Linsen bestellt (je sechs Stück), bei vier geplanten Monaten hatte ich immer noch zwei Monate Reserve… Aber dummerweise hatten die einten Kontaktlinsen wohl nicht so grosse Freude an meiner Reise und so hatte ich dreimal das Problem, dass die eine Linse eingerissen ist und sich schlussendlich ganz in zwei Teile getrennt hatte. Dementsprechend schnell war auch die Packung leer und zum nachbestellen kam ich irgendwie nicht dazu. So kam auch der Tag X, meine letzte Linse im Auge und auch diese war eingerissen und trennte sich… Da die Kontaktlinse unbrauchbar war, ging ich nur noch mit einem Auge klar sehend nach Hause (zum Glück kannte ich den Weg). Zu Hause machte ich mich auf die Suche nach meiner Brille, aber die war niergends zu finden. Ich durchsuchte alle meine Koffer, aber das war nix. Zum ersten Mal in meinen Leben vermisste ich meine Brille…
Aber wir sind ja in Amerika, da haben die Shops ja etwas länger offen. Nur dummerweise war es Sonntag und so hatte ich Pech. Musste mich auf Morgen gedulden, da dann ein Optiker in meiner Nähe offen hatte.

Einmal mehr hatte mich die gleiche Person aus meiner Lage gerettet und meine Brille gefunden, dabei hätte ich schwören können, dass ich da auch nachgeschaut hatte. Ich schien gerettet zu sein…
Am nächsten Tag die weitere Enttäuschung: «Wir brauchen ein Rezept, ansonsten können wir Ihnen keine Linsen geben, so ist das Gesetz!» Natürlich hatte ich kein Rezept, da ich ja genug Linsen im voraus bestellt hatte… Grrr. Wieso nur so kompliziert?
Ein Telefon mit meinem Optiker brachte mich zu meinem benötigten Rezept in englisch (zum Glück gibt es heutzutage E-Mail). Damit machte ich mich am nächsten Tag auf zum Optiker. Mit zwei Wochen Wartezeit auf meine Linsen, wollte ich mich nicht zufrieden geben und verabschiedete mich wieder. Ich versuchte mein Glück dann online. Via einem anderen Optiker bestellte ich die Linsen, dieser Optiker musste allerdings mein Rezept noch verifizieren… Aber das hatte dann geklappt. Am Montag 22. Dezember war ein Päckchen vor meiner Tür und seither kann ich wieder klar sehen…

Schon eine Woche Praktikum habe ich hinter mir und es gefällt mir immer noch super. Die Leute sind super nett und ich lerne ganz viele neue Trick und Kniffs. Mittlerweile versuche ich meine eigenen Ideen zu entwickeln und zu animieren. Gar nicht mal so einfach, aber ich gebe nicht so schnell auf. Werde mich bemühen meine ersten «Gehversuche» online zu stellen…
Ein weiteres grosses Ereignis erwartete mich am Sonntag. Ich habe meine Sachen gepackt und bin umgezogen. Daniel (ein Lehrer an meiner alten Schule) gab mir einen Kontakt an. Denali, so der Name meines neuen WG-Partners war auf der Suche nach einem neunen Mitbewohner. Ich machte mich dann auf den Weg und sah mir das Zimmer mal an. Mein Vorgänger hatte Katzen, aber so auf den ersten Blick sah alles ganz in Ordnung aus. Am Sonntag, nach nur drei Stunden Schlaf, da ich am Abend zuvor noch mit meinen amerikanischen Freunden vom Spot Cafe im Ausgang war und anschliessend noch fertig packen musste, wurde ich von Antony abgeholt und er fuhr mich netterweise zu meinem neuen Dach über dem Kopf. Wirklich anders sah mein Zimmer nicht aus und viele Sachen hatte mein Vorgänger einfach da gelassen. Das er gewisse Möbel im Zimmer liess war mir bewusst, aber dass er seinen Saustall nicht verschwinden liess, darüber war ich doch eher erstaunt. Es war also nicht sehr wohnbar auf den ersten Augenblick und der Staubsauger war auch nichts wert. Mit Christians Hilfe wurde der Staubsauger vom Staub befreit und auf seine natürliche Aufgabe trainiert. Alle Badetücher, Bettdecken und Kissenanzüge wanderten in die Waschmaschine und wurden heiss gewaschen… Nachdem dann das Zimmer gestaubsaugt war, das Bett frisch angezogen, sieht es schon einiges gemütlicher aus…
Einen Schlüssel hatte ich zuerst nicht, aber für nur drei Doller konnte ich die Schlüssel von Denali kopieren (muss wohl sehr einbruchsicher sein…). Jetzt muss ich meinen Roommate dazubringen dass er die Küche und das Wohnzimmer putzt, das sieht auch nicht so wohnbar aus. Oder ich putze das ganze (was wohl eher der Fall sein wird) und zahle dann einfach nicht die ganze Miete… Was in seinem Zimmer ist, das ist mir egal, aber so die «öffentlichen» sollten schon ein bisschen nach was Aussehen…

Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen. Unter der Woche arbeite ich fast die ganze Zeit und am Abend mache ich meist keine all zu grossen Sprünge. Am Wochenende waren wir noch im Griffith Park und besichteten das Observatorium….

Dieser Artikel ist auch schon was älter, aber irgendwie hatte er es nie ins Internet geschafft.

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